Die Milch macht’s – Neumaschinenmontage einer Flaschenabfüllanlage
Die Nachfrage nach Frischmilchgetränken ist laut dem Branchenreport Tetra Pak Dairy Index 2013 in den letzten Jahren stark gestiegen. Allein bei Milch- und Joghurtdrinks mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wird für 2015 ein Wachstum um 13% auf 19,2 Milliarden Liter erwartet. Weiterlesen...


Vielseitige Schönheit
In den Fertigungshallen in Freiberg fertigte NÜRMONT eine Laboranlage zur Züchtung von Einkristallen. Weiterlesen...


Strahlenschutzgenehmigung für NÜRMONT
Seit Mitte 2013 sind wir bei der NÜRMONT Installations GmbH & Co. KG berechtigt, Arbeiten in Kontrollbereichen fremder Anlagen oder Einrichtungen, die nach der Strahlenschutzverordnung genehmigungsbedürftig sind, durchzuführen. Weiterlesen...


Die Milch macht’s – Neumaschinenmontage einer Flaschenabfüllanlage

Die Nachfrage nach Frischmilchgetränken ist laut dem Branchenreport Tetra Pak Dairy Index 2013 in den letzten Jahren stark gestiegen. Allein bei Milch- und Joghurtdrinks mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wird für 2015 ein Wachstum um 13% auf 19,2 Milliarden Liter erwartet.

banner milch

Auch NÜRMONT mischt in dieser Branche mit – so auch im vergangenen September, als wir für unseren Kunden Ampack GmbH,Tochterunternehmen von Bosch Packaging Technology, eine neue Abfüllanlage für Milch- und Joghurtdrinks aus dem schönen Königsbrunn ins Vereinigte Königreich nach Gloucester transportiert und dort montiert haben.

Die Ampack Flaschenabfüllmaschine übernimmt nicht nur das reine Abfüllen der Milchgetränke, sondern versieht diese auch gleich mit einem entsprechenden Deckel und Mindesthaltbarkeitsdatum. Selbstverständlich geschieht jeder Produktionsschritt unter ständiger Berücksichtigung der Aseptik und Produktqualitätssicherung. Derartig komplexe Anlagen sind täglich Brot für unsere NÜRMONTeure, die es gewohnt sind, branchenübergreifend und mit höchster Präzision zu arbeiten.

Bei der Demontage in Königsbrunn wurden zuallererst sämtliche Kabel der Elektronik beschriftet, dokumentiert und aus den Schaltschränken ausgeklemmt. Die umfangreichen Rohrleitungssysteme wurden getrennt und in transportfähige Einheiten demontiert. Anschließend erfolgte der Rückbau der Hauptanlage: Die NÜRMONTeure demontierten die Flaschenzuführung und das Flaschenauslaufband und klemmten die übrig gebliebene maschineninterne Elektrik ab. Bei jedem Arbeitsschritt musste darauf geachtet werden, dass die Anlage in so wenig Teile wie möglich demontiert wird, um den Logistik- und Remontageaufwand gering zu halten.

Nach dem Transport ins britische Gloucester wurde die Anlage beim zukünftigen Betreiber entladen und unsere NÜRMONTeure konnten mit der Positionierung und der Remontage der einzelnen Komponenten starten. Begonnen wurde hierbei mit dem Hauptteil der Flaschenabfüllmaschine, der sich mittig befindet und die wesentlichen Aufgaben der Abfüllung übernimmt, gefolgt von den restlichen demontierten mechanischen Komponenten. Mit der gleichen Präzision setzten unsere NÜRMONTeure den Schaltschrank der Anlage, und klemmten die Kabel wieder an. Aufgrund der bei der Demontage erfolgten Beschriftung und Dokumentation war auch dieser Arbeitsschritt schnell und komplikationslos erledigt. Schlussendlich wurden die Rohrleitungen remontiert, und die Ampack Abfüllanlage war bereit für die Inbetriebnahme.

Das Projekt wurde wie gewohnt für den Kunden reibungslos und in bester Qualität termingerecht abgewickelt, und somit füllt die Ampack Anlage bereits eine Vielzahl an Milch- und Joghurtdrinks für eine große Molkerei in der Nähe von Birmingham ab.
 


Vielseitige Schönheit

In den Fertigungshallen in Freiberg fertigte NÜRMONT eine Laboranlage zur Züchtung von Einkristallen.

banner schoenheit

Denkt man an Kristalle, so erscheinen in den Köpfen der meisten Menschen sofort Bilder von funkelnden Ketten und teuren Armbändern. Doch Kristalle können sehr viel mehr als nur gut aussehen – ihre anisotropen Eigenschaften wie elektrische bzw. Wärme-Leitfähigkeit in Kombination mit ihrer extremen Widerstandskraft gegen Druck, Reißen oder Biegen machen Kristalle zu einem hervorragend geeigneten Material für die Werkstofftechnik.

Das Berliner Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) betreibt seit über 20 Jahren Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Züchtung kristalliner Werkstoffe. 2013 durften wir in unserem Freiberger Standort für das Institut eine CZ-Anlage zur Züchtung von Einkristallen aus einer Oxid-Schmelze fertigen. CZ steht hierbei für das Czochralski-Verfahren, welches der polnische Wissenschaftler Jan Czochralski im Jahr 1916 entwickelte.

Die CZ-Anlage besteht im Wesentlichen aus einem wassergekühlten, zylindrischen Gefäß, Rezipient genannt, welches auf einem Grundgestell positioniert ist. Im Inneren des Rezipienten befindet sich ein Tiegel, in welchem eine Oxid-Schmelze mithilfe einer Mittelfrequenz-Induktionsheizung wenig über dem Schmelzpunkt gehalten wird. In diese wird ein sogenannter Impfkristall mit der Spitze eingetaucht. Sobald die Spitze zu schmelzen beginnt, wird der Impfkristall, der sich durch die Temperatur mit der Schmelze verbunden hat, langsam wieder nach oben gezogen. Die Tiegelwelle steht hierbei auf einer Wägezelle, mit der die Masse des Tiegelinhalts gemessen wird. Über die Masseänderung werden die Ziehgeschwindigkeit und die Generatorleistung geregelt. Diese Faktoren bestimmen die Größe des entstehenden Einkristalls. Zur visuellen Überwachung des Prozesses dient eine Kamera, die durch ein großes Schauglas in der Rezipiententür blickt. Über die Gasanlage werden die Prozessgase, wie z.B. Argon, Stickstoff, Kohlendioxid oder Sauerstoff, in den Rezipienten eingebracht. Auf diese Weise entsteht ein sogenannter Einkristall, der in den unterschiedlichsten Industriebranchen Verwendung findet.

Unsere Konstrukteure in Freiberg stellten sich gerne dieser Herausforderung, und fertigten für das IKZ Berlin die komplette Laboranlage unter Berücksichtigung der Betriebssicherheitsverordnung sowie des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes. Sondermaschinenbau sowohl für die Industrie als auch für die Wissenschaft ist kein Neuland für NÜRMONT – mit über 20 Jahren Erfahrung ist unser Standort in Freiberg perfekt ausgelegt für hochkomplexe Sonderlösungen. Umfassende Zertifizierungen gepaart mit einem modernen Maschinenpark machen NÜRMONT zu einem kompetenten Partner für maßgeschneiderte, intelligente Fertigungsaufgaben.
 


Strahlenschutzgenehmigung für NÜRMONT

Seit Mitte 2013 sind wir bei der NÜRMONT Installations GmbH & Co. KG berechtigt, Arbeiten in Kontrollbereichen fremder Anlagen oder Einrichtungen, die nach der Strahlenschutzverordnung genehmigungsbedürftig sind, durchzuführen.

banner strahlung

Diese Genehmigung wurde uns vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz (LfU) erteilt und gilt für Anlagen oder Einrichtungen, wie beispielsweise Kernkraftwerke, Beschleunigungsanlagen oder Labore, die mit radioaktiven Substanzen umgehen.

strahlenpass Mit dieser Genehmigung verpflichten sich unsere NÜRMONTeure, zu jeder Zeit nach den Bestimmungen der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) zu handeln und einen Strahlenpass zu führen, der die persönliche Strahlendosis eines jeden NÜRMONTeurs in Sievert aufzeigt. In mindestens einmal jährlichen Unterweisungen sowie ärztlichen Untersuchungen werden unsere Mitarbeiter in strahlenschutzrechtlichen Arbeitsmethoden, Risiken, Schutzmaßnahmen und Vorschriften belehrt und geschult.

Sievert ist die Einheit, in der die Strahlenbelastung von biologischen Organismen gemessen wird. Für beruflich strahlenexponierte Personen darf ein Maximalwert von 20 Millisievert (mSv) pro Jahr erreicht werden. Um diesen Höchstwert nicht zu überschreiten, tragen unsere NÜRMONTeure bei jeder Tätigkeit im Kontrollbereich ein sogenanntes amtliches Dosimeter. Das ist ein Messgerät, welches die persönliche Strahlendosis über die Zeit hinweg summiert misst.

Gerade für einen Montagedienstleister wie NÜRMONT ist es wichtig, eine Vielzahl an Genehmigungen, Zertifikaten und Bescheinigungen vorzeigen zu können, um unseren Kunden zu jeder Zeit ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit zu bieten.